Canon EOS 5DS Test bzw. Einschätzung

Canon hat die EOS 5DS und die 5DS R vorgestelltDer japanische Hersteller hat Anfang Februar die Canon EOS 5DS sowie die Canon EOS 5DS R vorgestellt, die ich aus der Sicht als Ihr Hochzeitsfotograf Nürnberg mal etwas näher beleuchten möchte. Ein Highlight ist bei beiden Kameras die hohe 50,6-Megapixel-Auflösung, Hauptkonkurrent Nikon setzt bei seiner D800/D810 auf 36,3 Megapixel. Der einzige Unterschied der „R“-Version besteht im Tiefpass-Aufhebungsfilter. Aufnahmen wirken dadurch noch Schärfer, als Nachteil treten dann aber digitale Artefakte wie Moiré-Effekte und Farbsäume auf. Erhältlich sind die beiden Kameras erst ab Juni 2015 für rund 3.500 Euro (EOS 5DS) bzw. 3.700 Euro (EOS 5DS R).

Canon EOS 5DS kein Low-Light-Wunder

Für die Event-Fotografie oder Low-Light-Fotografie wie ich es bei Hochzeiten oder den Zeitraffer-Aufnahmen mache, ist die Kamera leider wenig geeignet. Der Grund dürfte im 50,6-Megapixel-Sensor liegen, dessen Rauschverhalten vermutlich relativ hoch ist. Das könnte auch der Grund sein, warum die ISO-Empfindlichkeit nur bei 100-6.400 liegt und auf maximal 12.800 erweiterbar ist. Zum Vergleich: Meine Canon EOS 6D ist bekannt für den extrem rauscharmen Sensor und ermöglicht ISO 100-25.600 (erweiterbar auf bis zu ISO 102.400). Ob die Canon EOS 5DS zumindest bei ISO 6.400 glänzt, werden erste Tests zeigen. Dennoch würde ich die EOS 6D niemals gegen eine 5DS eintauschen wollen. Anders sieht das ganze natürlich bei der Studio-Fotografie aus, hier glänzt sicherlich die EOS 5DS.

EOS 5D Mark IV vielleicht Ende 2015

Wer einen Nachfolger der Canon EOS 5D Mark III erwartet hat, wurde also leider von Canon enttäuscht. Die 5D Mark III wurde bereits Anfang 2012 vorgestellt und verfügt über einen etwas rauschanfälligeren Sensor als die EOS 6D. Gerüchten zufolge soll Canon aber bereits im Herbst die Canon EOS 5D Mark IV vorstellen. Mit etwas Glück sind damit 4K-Videoaufnahmen möglich. Hochzeitsvideos mit meinem Schwebestativ Glidecam HD-2000 wären dann erstmals in Ultra HD möglich. Doch nur die wenigsten Anwender verfügen bereits über entsprechende TV-Geräte und auch ein Blu-ray-Nachfolger ist nicht in Sichtweite. Dennoch wäre es schön, wenn man seinen Brautpaaren auch eine Ultra-HD-Version des Hochzeitsfilms geben könnte, auch wenn diese den erst in einigen Jahren in dieser hohen Auflösung anschauen können. Aber ein Hochzeitsvideo ist zeitlos sollte ja auch noch in 20 Jahren gerne angeschaut werden.

Weitere Neuvorstellungen von Canon

Ebenfalls neu vorgestellt wurde mit dem Canon EF 11-24mm f/4L USM ein verzeichnungsfreies Ultraweitwinkel-Zoomobjektiv. Dieses Objektiv kommt bereits Ende Februar auf den Markt, der Preis ist aber mit rund 3.000 Euro recht happig, zumal ich eine Lichtstärke von f/2.8 vermisse. Neben der neuen spiegellosen Systemkamera EOS M3 wurden zudem auch die Einsteigerkameras Canon EOS 750D und die EOS 760D (24,2 Megapixel, WLAN, NFC, 19 Autofokus-Kreuzsensoren) vorgestellt. Interessant ist vor allem letztere, da diese nun wie die Profi-Kameras an der Gehäuseoberseite über ein Info-Display verfügt. Auch das Steuerungsrad macht die Bedienung komfortabler.

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